Menschenrecht auf Gesundheit wird ausverkauft

In Deutschland wurden in 2020 zwanzig Krankenhäuser geschlossen – über 2.000 Betten und rund 4.000 Stellen. Das „Bündnis Klinikrettung“ fordert den sofortigen Stopp der Schließungen. Ausgerechnet NRW beginnt mit dem Krankenhaus-Kahlschlag.

Dazu gibt es ein sog. „Landeskrankenhaus-Plangesetz“. In Kürze soll die große Neuordnung der Krankenhauslandschaft in NRW starten. Grundlage sind Gutachten von div. Beraterfirmen. Demnach sollen nur speziell zugelassene Krankenhäuser von den gesetzlichen Krankenkassen eine Erstattung ihrer Behandlungskosten bekommen. Für die anderen Krankenhäuser bedeutet das: Insolvenz.

Die Beraterfirmen empfehlen den „Entzug des Versorgungsauftrags für bestimmte Krankenhäuser, die Qualitätsvorgaben missachten, als Sanktionsmaßnahme“. Aber Ergebnisqualität soll bei Krankenhausplanung ausdrücklich keine Rolle spielen. Geplant ist letztlich eine Zentralisierung auf wenige Megakliniken, die lukrative medizinische Behandlungen durchführen. Der bisher geltende gleichberechtigte und umfassende Versorgungsauftrag dahin.

Abwrackprämie für Krankenhäuser

Das Arbeits-Ministeriums hat allen Krankenhäuser in NRW für deren freiwillige Schließung „Fördermittel“ angeboten. Dafür würden dann jährlich bis zu 500 Millionen Euro locker gemacht. Bevorzugt werden freiwillige Schließungen.

Aber: Jedes regionale Krankenhaus ist Teil einer über viele Jahre gewachsenen Infrastruktur und wird gebraucht! Die Schließung von Krankenhäusern macht keinen Sinn. Im Gegenteil: Völlig intakte Krankenhäuser wurden aus wirtschaftlichen Gründen dichtgemacht – und die fehlen jetzt.

Krankenhäuser in NRW 2020 geschlossen
01.01. Winterberg
01.09. Bochum-Linden
01.12. Essen-Altenessen
31.12. Essen-Stoppenberg
31.12. St. Tönis bei Krefeld

Quelle: https://regionale-krankenhausinfrastruktur.de/

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